Im iPad gibt ein neuer Chip das Tempo vor, der von Apple selbst entwickelt wurde. Mit einer Taktfrequenz von 1 Gigahertz ist der „A4“ fast doppelt so schnell wie die CPU im aktuellen iPhone 3GS. Trotz der höheren Ge – schwindigkeit soll der neue Mikroprozessor nicht zu viel Strom ziehen. „Der A4 ist so energieeffizient, dass er dem iPad zu einer Batterielaufzeit von bis zu zehn Stunden verhilft“, heißt es bei Apple. Vom Aufbau als „System on a Chip“ (SOC) her ähnelt der A4 dem „Moorestown“-Prozessor aus der Atom- Reihe von Intel. Dabei werden Komponenten wie der Hauptprozessor, der Grafikchip, der Speicher-Controller und andere Funktionen auf einem einzigen Stück Silizium vereint.

Apple-Chip Im iPad steckt der A4
Für seinen Einstieg in die Chip-Entwicklung hatte Apple im Jahr 2008 den Chip- Designer PA Semi übernommen. Experten gehen davon aus, dass im Kern des A4 noch immer Designs der britischen Chipschmiede ARM verwendet werden. Apple habe diese Entwicklung aber weiter vorangetrieben. „Ich sehe bei Lizenznehmern von ARM oder bei Intel (im Vergleich zum A4) nichts, was bei Messgrößen wie Leistungsfähigkeit/Energie – bedarf, Leistungsfähigkeit/Kosten und Leistungsfähigkeit/Größe mithalten kann“, sagte Richard Doherty von der Technologieberatungsfirma Envisioneering Group in einem Interview. „Apple wird gegenüber der Konkurrenz Vorteile bei der Performance, der Batterie-Effizienz und den Kosten haben.“
Der A4 könnte auch bei künftigen Versionen des iPhones zum Einsatz kommen. Bislang verwendet Apple dort ein SOC von Samsung. Beim UMTS-Modem und dem GPS-Empfänger setzt Apple bislang auf Spezialchips von Infineon.

